Sicher leben - Tipps für den Alltag in der Stomatherapie und Bandagenversorgung nach Stoma-Anlage.

Rotenburg a. d. Fulda, 13. April 2026 – Unter dem Titel „Sicher leben – Tipps für den Alltag in der Stomatherapie und Bandagenversorgung nach Stoma-Anlage“ lud das Kreiskrankenhaus Rotenburg an der Fulda am Montag zu einem gut besuchten Infoabend ein. Betroffene, Angehörige sowie Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über den Umgang mit einem Stoma und moderne Versorgungsmöglichkeiten zu informieren.

Ein Leben mit einem Stoma stellt für viele Menschen zunächst eine große Herausforderung dar. Neben medizinischen Aspekten spielen vor allem Fragen zur Lebensqualität, Selbstständigkeit und Alltagstauglichkeit eine zentrale Rolle. Die Referentinnen des Abends machten jedoch deutlich: Mit der richtigen Unterstützung und zeitgemäßen Hilfsmitteln lässt sich ein selbstbestimmtes Leben führen.

Kompetente Einblicke aus Pflege und Therapie

Die Veranstaltung wurde von Christina Harthausen, Pflegedirektorin des Hauses, gemeinsam mit den erfahrenen Stomatherapeutinnen Elke Wolfram und Sylvia Beuthan-Wenzel gestaltet.

In ihrer Begrüßung betonte Harthausen die Bedeutung von Aufklärung und individueller Begleitung: „Unser Ziel ist es, den Betroffenen Sicherheit zu geben und ihnen zu zeigen, dass sie mit einem Stoma nicht allein sind. Eine gute Beratung ist der Schlüssel zu mehr Lebensqualität.“

 

Praktische Tipps für den Alltag

Im Mittelpunkt des Vortrags standen praxisnahe Hinweise zur täglichen Versorgung sowie der Umgang mit modernen Stomaprodukten. Elke Wolfram erläuterte anschaulich: „Die heutige Stomatherapie bietet eine Vielzahl an individuell anpassbaren Lösungen. Wichtig ist, dass jede Versorgung auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt wird – nur so kann langfristig ein gutes Hautbild und ein sicheres Gefühl erreicht werden.“

Auch die richtige Bandagenversorgung spielte eine wichtige Rolle. Sylvia Beuthan-Wenzel erklärte: „Gerade nach einer Stoma-Anlage ist die Stabilisierung der Bauchdecke entscheidend. Moderne Bandagen helfen nicht nur medizinisch, sondern geben vielen Patientinnen und Patienten auch ein Stück Sicherheit im Alltag zurück.“

 

Lebensqualität im Fokus

Neben der technischen Versorgung wurde auch auf die psychische und soziale Dimension eingegangen. Die Referentinnen machten deutlich, dass ein offener Umgang mit der neuen Lebenssituation sowie professionelle Unterstützung wesentlich zur Bewältigung beitragen. „Ein Stoma bedeutet nicht das Ende eines aktiven Lebens“, betonte Harthausen abschließend. „Mit der richtigen Anleitung und Begleitung können Betroffene ihren Alltag selbstbewusst und sicher gestalten.“

 

Großes Interesse und positive Resonanz

Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und wurde von den Teilnehmenden durchweg positiv bewertet. Viele nutzten im Anschluss die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit den Expertinnen und konnten individuelle Fragen klären.

Mit solchen Informationsangeboten unterstreicht das Kreiskrankenhaus Rotenburg a. d. Fulda seinen Anspruch, Patientinnen und Patienten auch über die medizinische Versorgung hinaus umfassend zu begleiten und zu unterstützen.

 

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