Rotenburg, 1. Oktober 2025 – Am Mittwoch fand im Kreiskrankenhaus Rotenburg (KKH) eine gut besuchte Fortbildungsveranstaltung für alle interessierten Ärztinnen und Ärzte der Region statt. Im Mittelpunkt stand ein Thema, das angesichts steigender Patientenzahlen von größter Relevanz ist: die moderne Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Veranstaltung eröffnete Dr. Stefan Kortüm, ärztlicher Direktor und Chefarzt für klinische Akut- und Notallmedizin des Kreiskrankenhauses Rotenburg a. d. Fulda.
Die Vortragsreihe startete Dr. Jan Falk, Facharzt für Radiologie der Praxis für Radiologie im MVZ Radiologie Rotenburg a. d. Fulda/Bad Hersfeld GmbH, mit dem Thema bildgebende Diagnostik des Herzens. Er stellte die neuesten Entwicklungen im Bereich des Kardio-CTs vor, dass vor allem in der nicht-invasiven Darstellung der Herzkranzgefäße eine immer größere Rolle spielt. Ergänzend dazu erläuterte er den Einsatz des Stress-Kardio-MRTs, mit dem sich Durchblutungsstörungen präzise nachweisen lassen. Anhand von Fallbeispielen veranschaulichte Dr. Falk die Vorteile dieser Verfahren und zeigte auf, wie sie eine schnelle, schonende und patientenorientierte Diagnostik ermöglichen.
Anschließend widmete sich Dr. Kortüm einem der zentralen Herausforderungen in der Akutversorgung: dem Notfallmanagement bei Thoraxschmerzen. Er stellte praxisnahe Handlungsempfehlungen vor, die in der hausärztlichen Versorgung wie auch im Notfalldienst entscheidend sind, um zwischen harmlosen und lebensbedrohlichen Ursachen zu unterscheiden. Dabei betonte er die Bedeutung klarer Abläufe und interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie den Kliniken.
Im dritten Vortrag beleuchtete Dr. Pawel Staszewicz, Chefarzt der Klinik für Kardiologie im KKH Rotenburg, das Thema konservative und interventionelle Therapie des chronischen Koronarsyndroms. Er zeigte auf, welche Rolle moderne medikamentöse Therapiekonzepte spielen und wie interventionelle Verfahren – etwa Katheter-gestützte Eingriffe – die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten verbessern können. Zudem ging er auf die aktuellen Leitlinien ein und stellte den Stellenwert einer individualisierten Therapieplanung heraus, die sowohl medizinische als auch persönliche Faktoren berücksichtigt.
Nach den Fachvorträgen bot ein „Come Together“ den Teilnehmenden Gelegenheit, das Gehörte in kollegialer Runde zu vertiefen. Bei angeregten Gesprächen konnten Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte zwischen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie den Fachkollegen des KKH Rotenburg geknüpft werden.
„Mit dieser Fortbildungsveranstaltung unterstreichen wir unser Ziel als Kreiskrankenhaus Rotenburg, eine enge Vernetzung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu fördern,“ so ärztlicher Direktor Dr. Kortüm. Dadurch würde ein kontinuierlicher Wissenstransfer gewährleistet werden und Patientinnen und Patienten der Region könnten so von den neuesten Erkenntnissen der Medizin profitieren erklärt Herr Kortüm weiter.
Presse
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