Oberin Hünlich verabschiedet

Karla Krause-Heid übernimmt am Rotenburger Kreiskrankenhaus - neue Patientenzimmer im B-Flügel

ROTENBURG. Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Jakobikirche ist Caren Hünlich, Oberin des Rotenburger Kreiskrankenhauses, in den Ruhestand verabschiedet worden. Zugleich wurde ihre Nachfolgerin, Oberin Karla Krause-Heid, eingeführt, ebenso Schwester Christina Harthausen als Pflegedirektorin. Außerdem wurde der nun fertig sanierte B-Flügel des diakonischen Hauses symbolisch in Form eines riesigen Schlüssels übergeben, den Architekt Kirschner mitgebracht hatte. Zu den Feierlichkeiten war nicht nur die gesamte Spitze des Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf mit Vorstandsoberin Constanze Schlecht und dem kaufmännischen Vorstand Jan Dreher gekommen. Auch Landrat Dr. Michael Koch, Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt, Bürgermeister Christian Grunwald und seine Stellvertreterin Ursula Enders würdigten die Verdienste der scheidenden Oberin und später die Sanierungsleistung bei laufendem Krankenhausbetrieb.
Alleinstellungsmerkmal
Von den Gliedern des Leibes die alle einander bräuchten, predigte Pfarrer Horst Rühl, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen. Alle gehörten dazu, auch die muslimische Reinigungskraft und der religionslose Arzt. Die Diakonie sei Haltung und Alleinstellungsmerkmal, betonte Rühl. Mit dem goldenen Kronenkreuz der Diakonie würdigte Diakonievereinspfarrer Johannes Lehnert den Einsatz von Oberin Hünlich. An deren Werdegang erinnerte Vorstandsoberin Schlecht. Die scheidende Oberin zeichne sich durch ihren Humor sowie den Blick fürs Ganze und den Einzelnen aus.
Pantoffeln vom Lieblingsclub
KKH-Geschäftsführer Frank Alemany bestätigte dies und sagte, für Zuwendung gebe es keine Kennzahlen. Chefarzt Dr. Oechsner sprach von der Seele des Hauses und schenkte Oberin Hünlich zum Abschied Pantoffeln mit dem Emblem des Vereins Greuther Fürth, dessen Fan Caren Hünlich ist. Musikalisch haben an der Orgel Til Berge, am Saxofon Thomas Heid und David Gerlach am Keyboard den Gottesdienst bereichert, der mit dem Lied „Gut dass wir einander haben“ begonnen hatte und an dessen Ende noch zahlreiche Grußworte, etwa von den Grünen Damen standen. Die Schlüsselübergabe zur Fertigstellung des sanierten B-Flügels fand im Kreiskrankenhaus selbst statt. Es seien hochwertige, individuelle Patientenzimmer in dem Ursprungsbau aus den 50er Jahren entstanden, betonte Architekt Kirschner. Jan Dreher dankte den Förderern der Sanierung. Ihrer Anerkennung für den „Routineeingriff“ bei laufendem Betrieb gab Lena Arnoldt Ausdruck. Landrat Koch nannte das Kreiskrankenhaus systemrelevant für einen Teil des Landkreises.

HINTERGRUND
Zweibettzimmer mit Bädern und Tagessräume
Der sogenannte B-Flügel am Kreiskrankenhaus ist ursprünglich 1954 gebaut worden. Im vergangenen Jahr begann die Sanierung, das gesamte Gebäude wurde entkernt. Seit Jahresbeginn 2018 wurde eine Station nach der anderen wieder in Betrieb genommen: Schöne neue Zweibettzimmer samt Bädern sind entstanden. Auch Tagesräume gehören nun zum Angebot. Hier können mobile Patienten zu Mittag essen oder sich aufhalten. Neue Dienstzimmer gibt es für das Pflegepersonal, und eine neue Bettenaufbereitung ist nun ebenfalls vorhanden. Das ganze Projekt hat 6,25 Millionen Euro gekostet, davon erhielt das Haus 4,5 Millionen Euro öffentliche Förderung. Nun fehlt nur noch die Sanierung des A-Flügels, ein reines Bettenhaus. (ank)

Quelle: HNA

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