Neuer KKH-Geschäftsführer - breite Unterstützung für Diakonie als Träger Mit dem neuen Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses (KKH) Rotenburg, Frank Alemany, übernimmt diese Aufgabe ein Mann, der über 20 Jahre im Gesundheitswesen tätig ist und die Branche auch als Vorstand kennt. Das KKH sei in der Region gut vernetzt, genieße hohe Akzeptanz in der Bevölkerungund sei fester Bestandteil der hiesigen Gesundheitsversorgung.„Das soll so bleiben, auch in der Trägerschaft des Diakonievereins“, sagte Alemany nach dem feierlichen Gottesdienst zu seiner Einführung. Der Erhalt der wohnortnahen Krankenhausversorgung liege ihm sehr am Herzen und sei auch wirtschaftlich möglich.„Die Hürde einer 80-jährigen Dame zum Beispiel, die mit Bus oder Bahn mehrmals umsteigen muss, wenn sie Freunde oder Verwandte im Krankenhaus besuchen möchte, ist sehr hoch“, meinte Alemany. „Da fällt dann vielleicht der Besuch aus, und die sozialen Kontakte werden erschwert."Mit Blick auf die vom Land gewollte Fusion des Klinikums Hersfeld-Rotenburg mit dem KKH plädierte Alemany für eine kollegiale Einigung auf sinnvolle medizinische Konzepte. Dann könne das KKH für die Menschen vor Ort erhalten werden, auch in unterschiedlicher Trägerschaft. „Das ist mein Ziel und unsere gemeinsame Aufgabe“, sagte der neue Geschäftsführer und warb um Unterstützung der Bürger und Politiker.Zu der Feierstunde waren nicht nur Jan Dreher, der kaufmännische Geschäftsführer des Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf als KKH-Träger und Oberin Constanze Schlecht nach Rotenburg gekommen, sondern auch Dr. Harald Clausen, Vorstand der Diakonie Hessen. Er stellte fest, dass es heute schwer sei, Krankenhäuser wirtschaftlich zu betreiben, was aber am KKH gelinge.Landrat Dr. Michael Koch und Bürgermeister Christian Grunwald sicherten dem KKH ihre Unterstützung zu. Der Landrat sprach von einem wichtigen Arbeitgeber und dem guten Ruf des Hauses. „Ich bin als Landrat hier, und wir unterstützen das KKH“, betonte Koch und wies au feine 7-Millionen-Euro-Bürgschaft des Landkreises für das KKH hin. Allerdings wünsche er sich eine engere Kooperation mit dem Klinikum, „eine Fusion ist nicht zwingend, aber nicht ausgeschlossen“.Mitarbeiter kämpfen für KKHGrunwald dankte dem Landrat für das, was er gesagt hatte. Es sei von besonderer Bedeutung, dass die Kooperation ein „Sowohl-als-auch“ sein könne. „Wir stehen an der Seite der Patienten, Mitarbeiter und zum diakonischen Gedanken“, sagte Grunwald und dankte den Mitarbeitern, die mit Engagement für das KKH kämpften.Der Moderator der Feierstunde, der Ärztliche Direktor Dr. Martin Oechsner, sprach von der Notwendigkeit des Netzwerkens. So gebe es eine gute Zusammenarbeit im Sinne der Patienten mit dem Klinikum. Auch haben das KKH und das Eisenacher Klinikum ein gemeinsames Tumorboard. Thomas Breidenbach, Geschäftsführer des St. Georg Klinikums, gehörte zu den Gästen. Der ausdrückliche Dank aller Redner ging an Interimsgeschäftsführer Andreas Maus, der mit dem Kronenkreuz in Silber des Diakonievereins ausgezeichnet wurde. Im Gottesdienst zur Einführung Alemanys hatte Pfarrer Gittermann zu Josua 1,9 gepredigt, der das Volk Israel ins Land Kanaa führen sollte und der von Gott immer wieder ermutigt wurde, nicht ängstlich, sondern mutig und entschlossen zu sein. Josua sollte Gott für sich streiten lassen.
Von Gudrun Schankweiler-ZiermannQuelle: HNA
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