Rotenburg. In der pflegerischen Betreuung schneidet das Kreiskrankenhaus Rotenburg bei einer Patientenbefragung der AOK und der Barmer GEK in Zusammenarbeit mit der Weißen Liste besser ab als der Bundes- und der Landesdurchschnitt.
Die beiden Kassen haben über einen Zeitraum von zwei Jahren bis September 2015 zwei Millionen Versicherte bundesweit anonym befragt.Das Rotenburger Kreiskrankenhaus in Trägerschaft des Diakonievereins Berlin-Zehlendorf hat jeweils zwei Prozentpunkte besser abgeschnitten als der Landesdurchschnitt und auch besser als der Bundesdurchschnitt. Bewertet wurden der Umgang der Pflegekräfte mit den Patienten, Auskunft durch die Pflegekräfte und die Qualität der pflegerischen Betreuung. Bei der Berücksichtigung der Wünsche und Bedenken bei der Betreuung lag das KKH ebenfalls über dem Landesdurchschnitt.Auch das Haus selbst befragt nach Angaben von Geschäftsführerin Margit Schmaus jeden Patienten, wie zufrieden er ist, und wertet die Ergebnisse aus. „Wir haben ein hoch motiviertes Team, einen guten und engen Zusammenhalt“, erklärt Schmaus weiter. Immer wieder sagten Patienten, in dem diakonischen Haus spiele das Menschliche eine große Rolle, es werde Wert auf die Pflege gelegt, meint auch Nelli Isinger vom Pflege- und Qualitätsmanagement.Das KKH mit 160 Betten beschäftigt einen überdurchschnittlich hohen Anteil an qualifizierten Kräften. Insgesamt sind in der Pflege und im Funktionsbereich 145 Kräfte tätig, 127 Vollzeit-Pflegekräfte sind examiniert. Die Fachquote liegt bei rund 90 Prozent, laut Schmaus in anderen Häusern meist bei 70 Prozent. Man sei stolz, in der deutschlandweiten Studie, die Pflege betreffend, so hervorragend abgeschnitten zu haben.Hygiene ist ein großes Thema in den Krankenhäusern, so auch im Rotenburger KKH. Elf Mitarbeiter verschiedener Abteilungen absolvierten daher zu Jahresbeginn einen Lehrgang für Hygienebeauftragte in der Pflege.Die Fachreferentin für Hygiene, Carola Diekmann, leitete den Lehrgang, bei dem es zum Beispiel um die Bettenaufbereitung, den Umgang mit infektiösen Patienten, um MRSA, das Norovirus oder auch Grundlagen der Mikrobiologie ging. Die Hygienebeauftragten sorgen auf den Stationen für die Umsetzung der hygienischen Standards und weitere Sensibilisierung der Kollegen für dieses Thema - zusammen mit der Hygienefachkraft und dem Hygieniker, Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin, Dr. Reiner Sitzler.Im November 2016 findet im KKH eine weitere Schulung für Hygienebeauftragte in der Pflege statt, die auch für externe Interessenten offen ist.Kontakt: Bärbel Marth, Telefon 06623/862779.
Quelle: HNA
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