Hernien- Entstehung und OP-Verfahren

Allgemeines
In Deutschland werden jährlich weit über 300.000 Hernienoperationen durchgeführt. Dabei kommen minimalinvasive Techniken und offene OP-Verfahren zur Anwendung. Standard ist mittlerweile meist eine Gewebeverstärkung durch Netzaugmentation. Die verwendeten Implantate haben sich langjährig bewährt und zur Reduzierung der Rezidivrate maßgeblich beigetragen.

Leistenhernien/Schenkelhernie
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Leistenbrüche und Schenkelbrüche können in jedem Alter entstehen. Meist liegt eine Bindegewebsschwäche zugrunde. Begünstigende Faktoren sind u.a. Übergewicht, chronischer Husten, Obstipation, schwere körperliche Beanspruchung (Gewichtheben) oder Eiweißmangel.

Ist ein Leistenbruch klein und bereitet keine Beschwerden, so kann zunächst ein weiteres Beobachten sinnvoll sein. Meist hilft aber nur die Operation.

Wir wenden meist ein minimalinvasives Verfahren (TAPP-Trans Abdominelle Patch Plastik)TAPP an. Diese OP-Technik hat sich unserer Meinung nach bestens bewährt und bietet eine dauerhaft sichere Reparation bei hohem Patientenkomfort. Die OP-Zeit beträgt in etwa 30 Minuten. Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt und ist ambulant oder kurzstationär möglich.

Daneben bieten wir als offenes OP-Verfahren die Methode nach Lichtenstein an. Auch hier wird die Leiste mit einem Netzimplantat verstärkt. Die Methode kann in regionaler Anästhesie ambulant durchgeführt werden.
Reparationen ohne Netzaugmenation (Shouldice) bieten wir für Jugendliche und Kinder an.

Nabelhernien/Bauchwandhernien
In Abhängigkeit der Größe der Bruchpforte wenden wir konventionelle OP-Verfahren mit und ohne Netzaugmentation und laparoskopische Verfahren (IPOM) an. Kleine Hernien (Methode nach Spitzy) werden ambulant operiert, aber auch bei größeren Bruchpforten liegt die Dauer des stationären Aufenthaltes kaum über 3 Tagen.

Narbenhernien
In bis zu 30% aller Laparatomien entstehen Brüche im Narbenbereich. Die Rekonstruktion ist oftmals aufwendig und sollte immer mit Netzaugmentation erfolgen. Wir wenden dabei sowohl konventionelle Verfahren (Sublay-Technik, Komponentenseperation und offene IPOM-Technik) an; aber auch minimalinvasive Reparationstechniken (IPOM- IntraPeritoneles OnlayMesh) kommen zum Einsatz.

Zwerchfellhernie
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