17.03.2018

Kreiskrankenhaus ist wirtschaftlich stabil



Weniger Operationen, aber schwerere Fälle in Rotenburg.
Eine schwarze Null erwartet das Kreiskrankenhaus (KKH) Rotenburg nach jetzigem Stand für das zurückliegende Jahr 2017. Damit steht das diakonisch geführte Haus wirtschaftlich stabil da. Geschäftsführer Frank Alemany erläuterte, insbesondere in der Chirurgie verzeichnete man mit einem Plus von zehn Prozent eine deutliche Steigerung der Leistung gegenüber dem Vorjahr. „Dafür sind in der Hauptsache die außerordentlich guten Behandlungsergebnisse in der Viszeralchirurgie und auch der Unfallchirurgie als Ursache zu nennen“, erklärt Alemany. Man stelle sich gerne dem Leistungswettbewerb und könne den hohen Qualitätsstandard durch die Teilnahme an Benchmarks und vielfache Zertifizierungen dokumentieren. Das Haus erschließe sich in der Chirurgie zunehmend ein überregionales Einzugsgebiet. Nach 7250 behandelten Fällen im Jahr 2016 zählte man im vergangenen Jahr in Rotenburg genau 6926 Patienten, die stationär behandelt worden sind – ein Minus von 4,5 Prozent. Der Rückgang ist laut Alemany überwiegend darauf zurückzuführen, dass aufgrund des medizinischen Fortschritts mehr Krankheitsbilder ambulant behandelt werden können. Diese Patienten werden dann ambulant operiert, sind aber in den stationären Fallzahlen nicht mehr enthalten. Bei den stationär aufgenommen Patienten ist aber die Fallschwere mit einem Plus von fast sieben Prozent deutlich gestiegen. Dadurch sei trotz eines Rückgangs der Fallzahl die stationäre Leistung des Krankenhauses deutlich angestiegen. Ein noch besseres Ergebnis für 2017 wäre wünschenswert gewesen, aber unter Berücksichtigung der momentan bestehenden Rahmenbedingungen (siehe Minister akzeptiert Entscheidung) sei man insgesamt mit dem Jahr zufrieden und sehe positiv in das laufende Jahr 2018.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann
Quelle: HNA