06.12.2017

Ärzte bilden sich am KKH Rotenburg fort



Bruch der Bauchwand - Im Hernienzentrum werden immer wieder Chirurgen geschult
Der 15. Hernientag fand kürzlich im Kreiskrankenhaus Rotenburg statt. Insgesamt haben sich damit seit Beginn dieser Fortbildungsreihe für Visceral-Chirurgen (Bauchraum) etwa 70 Mediziner unter Leitung von Chefarzt Dr. Martin Oechsner mit aktuellen OP-Techniken beschäftigt.
Bei einer Hernie handelt es sich um einen Bruch der Bauchwand, durch den Eingeweide austreten, zum Beispiel einen Leistenbruch, Zwerchfellbruch oder andere.
Das Kreiskrankenhaus Rotenburg ist zertifiziertes Hernienzentrum. Ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung Allgemein- und spezielle Visceralchirurgie liegt dementsprechend in der Behandlung von Leisten- und Narbenbrüchen. Angewendet werden konventionelle, das heißt offene, und minimalinvasive (Schlüsselloch-Chirurgie) Operationstechniken. Hier ist die Abteilung auch anerkanntes Hospitationszentrum. Es finden regelmäßig Ausbildungsworkshops statt. Zwölf Hernien-Operationen in zwei OP-Sälen konnten die Chirurgen, die zum Hernientag aus dem ganzen Bundesgebiet kommen, live erleben, darunter ein Zwerchfellbruch und eine komplexe Bauchdecken-Rekonstruktion.
So wurde auch eine neue minimalinvasive Operationstechnik vorgeführt, bei der das OP-Gebiet dreidimensional abgebildet wird. Daneben finden Vorträge statt, und die Ärzte tauschen Erfahrungen aus.
Man komme als Hernienzentrum der Ausbildungsverantwortung auf hohem Niveau nach, erklärte Oechsner. Für die Fortbildung, an der Fachärzte, ein Oberarzt und ein Chefarzt teilgenommen haben, erhalten diese Fortbildungspunkte von der Landesärztekammer.

Quelle: HNA