19.04.2017

Sanierung des Krankenhauses geht weiter: 6,5 Mio. für moderne Zimmer



Rotenburg. Die Sanierung des Kreiskrankenhauses Rotenburg wird im Sommer fortgesetzt. Das erklärte jetzt auf Nachfrage Geschäftsführer Ulrich Hornstein.

Ab Juli sollen die Etagen zwei bis sechs des B-Flügels mit neuen Patientenzimmern samt Nasszelle und mit neuer Technik ausgestattet werden. Beim B-Flügel handelt sich um den hinteren linken Gebäudeteil vom Haupteingang her gesehen.

Nach dem Umbau werde es nur noch Ein- und Zwei-Bett-Zimmer geben – mit der Möglichkeit, ein drittes Bett aufstellen zu können. Hornstein betonte, dass die Bettenzahl sich insgesamt nicht verringern werde.
Nach der Entscheidung der Diakonie, dass das KKH selbstständig bleiben solle, und dem Förderbescheid des Landes Hessen in Höhe von 4,5 Millionen Euro wolle man im Sommer bei üblicherweise etwas geringerer Belegung mit den Bauarbeiten beginnen, sagte Hornstein. Seit Dezember ist das KKH mit durchschnittlich 150 und mehr Patienten hoch belegt.
Andreas Maus, Geschäftsführer der Servicegesellschaft für Diakonie, erklärte, die hohe Belegung sei ein positives Signal der Bevölkerung. Die Kapazitätsgrenze liege bei etwa 170 Patienten. Seit Februar laufen die Bauplanungen, in Kürze sollen die Ausschreibungen folgen.

Die Bauarbeiten sollen bis zum Februar 2018 abgeschlossen sein, so hofft man. Dabei sollen mit den sieben Mitarbeitern der Technischen Abteilung unter Leitung von Daniel Kleinkauf auch Eigenleistungen erbracht werden. Die Sanierung ist mit 6,5 Millionen Euro veranschlagt. 4,5 Mio. Euro erhält das diakonische Haus vom Land Hessen, wovon schon 700.000 Euro für die „Intermediate Care-Station“ (Zwischending von Intensiv- und normaler Station) ausgegeben worden sind. Für ein Darlehen von 2,4 Millionen Euro bürgt der Kreis. Über die restliche Summe sei man noch in Verhandlung.

B-Flügel wird abgeschottet

Während der Sanierung des B-Flügels im Kreiskrankenhaus (KKH) Rotenburg ab Juli soll der gesamte Gebäudeteil vom Rest abgeschottet werden. So wird es beispielsweise auch einen eigenen Lastenaufzug geben. Auf diese Weise sollen Patienten und Personal im angrenzenden Mittelbau möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Außerdem gilt es, die empfindlichen medizinischen Geräte zu schützen, etwa die Lungenfunktionseinheit. Im B-Flügel werden die Zimmer nach dem Vorbild der bereits sanierten Räume (siehe Foto) saniert. Auch Tagesräume, wo mobile Patienten zu Mittag essen oder sich aufhalten können, wird es geben sowie neue Dienstzimmer und eine neue Bettenaufbereitung.

Brandschutz nach Vorschrift

Im Zuge der Bauarbeiten wird auch der Brandschutz nach den aktuellen Vorschriften umgesetzt. Ver- und Entsorgungsleitungen, EDV, Elektroinstallation und Leitungen zur Versorgung mit medizinischen Gasen werden komplett erneuert, erläuterte der Leiter der Haustechnik, Daniel Kleinkauf. Der Krankenhausbetrieb im A-Flügel und im Mittelbau werde während der Arbeiten ohne Einschränkung fortgesetzt. Zeitweise fallen zwar 60 Betten weg, jedoch sollen die oberen Etagen schon Ende dieses Jahres wieder belegt werden können. 
Die Bauzeit soll so kurz wie möglich gehalten werden. Die Bauleitung hat das Architekturbüro Kirschner in Heringen. Als letztes der alten Häuser fehlt dann noch der A-Flügel – rechts vom Eingang aus gesehen. Dies ist ein reines Bettenhaus.

Quelle: HNA